HIGH-TECH-WEINWERTSCHÖPFUNGSKETTE FÜR NACHHALTIGKEIT

Innovation, Forschung und Nachhaltigkeit zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der italienischen Weinwirtschaft

High-Tech-Weinwertschöpfungskette für Nachhaltigkeit ist ein integriertes Wertschöpfungskettenprogramm, das Weinbau- und Weinunternehmen beim Übergang zu nachhaltigeren, innovativeren und wettbewerbsfähigeren Produktionsmodellen unterstützt.

Das Projekt reagiert auf einen inzwischen deutlich erkennbaren Wandel des Marktes: Neben Qualität, Herkunft und Rückverfolgbarkeit gewinnen die ökologischen und sozialen Leistungen von Produkten und Unternehmen für Verbraucher und Branchenakteure zunehmend an Bedeutung. Die Strategie bezieht daher die gesamte Wertschöpfungskette ein, von der Traubenproduktion über die Weinbereitung und Vermarktung bis hin zu Forschung, Qualitätsregelungen und der Förderung nachhaltiger Weine.

Das Programm umfasst sechs italienische Regionen: Venetien, Trentino-Südtirol, Lombardei, Apulien, Sardinien und Emilia-Romagna und bringt Unternehmen aus unterschiedlichen Gebieten, klimatischen Bedingungen und Weinbausystemen zusammen.

Die Rolle des Consorzio EDEN

Das Consorzio EDEN ist Projektträger und federführender Partner des Programms. Es vertritt die Begünstigten gegenüber den beteiligten Institutionen und koordiniert die Umsetzung des Lieferkettenvertrags. Darüber hinaus übernimmt es Aufgaben bei der kommerziellen Aufwertung des Projekts und der Verbreitung seiner Ergebnisse.

Das System für den Übergang zur Nachhaltigkeit

Ein zentrales Element des Projekts ist die Einführung eines Systems für den Übergang zur Nachhaltigkeit – S.T.S., das Unternehmen dabei unterstützt, ihre ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Leistungen kontinuierlich zu verbessern.

Nachhaltigkeit wird dabei nicht als abstrakte Anforderung verstanden, sondern als Managementprozess, der Produktion, Unternehmensorganisation, Ressourcennutzung, Qualität, Arbeitsbedingungen und Wettbewerbsfähigkeit umfasst.

Technologie und Innovation vom Weinberg bis zum Weinkeller

Die „High-Tech“-Komponente des Projekts umfasst die Einführung von Technologien, Infrastrukturen und Managementsystemen, die dazu beitragen, die Effizienz zu steigern und die Auswirkungen entlang des gesamten Produktionsprozesses zu reduzieren.

Im Weinberg zielen die Maßnahmen auf die Modernisierung der Bewirtschaftungsmethoden, den Schutz natürlicher Ressourcen und der Biodiversität, die Verringerung der Umweltbelastungen sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit der Unternehmen ab.

Bei der Weinbereitung, Abfüllung und Vermarktung sind die Investitionen auf die Einführung von Innovationen und effizienteren Managementsystemen, die Verringerung von Abfällen sowie die Wiederverwendung von Materialien und Nebenprodukten nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft ausgerichtet.

Forschung als Motor des Wandels

Die Forschung ist eines der prägendsten Elemente des Projekts und wird vom Istituto Delta Ecologia Applicata durchgeführt.

Ziel ist es, Instrumente, Organisationsmodelle sowie technische und betriebliche Lösungen zu entwickeln, die Unternehmen konkret beim Übergang zu Produktionssystemen mit geringeren Umweltauswirkungen unterstützen. Die Aktivitäten gliedern sich in drei Hauptbereiche: Kontextanalyse, Verbesserung der Produktionssysteme unter nachhaltigen Bedingungen und Teilnahme an Umweltqualitätsregelungen.

Die Forschung verwendet die Methode Life Cycle Assessment – LCA, um die Leistungsfähigkeit der Produktionssysteme anhand von vier zentralen Indikatoren zu quantifizieren:

  • Carbon Footprint
  • Water Footprint
  • Circularity Footprint
  • Environmental Footprint

AM PROJEKT BETEILIGTE REGIONEN

Venetien
Trentino-Südtirol
Lombardei
Apulien
Sardinien
Emilia-Romagna
Val d'Aosta Piemonte Lombardia Emilia Romagna Liguria Toscana Marche Trentino Alto Adige Veneto Friuli Venezia Giulia Sicilia Calabria Campania Lazio Umbria Abruzzo Puglia Molise Basilicata Sardegna